BCN News – BC Northern Rail LNG Tender

Für das laufende Modelljahr 2020 hat der Vorstand der BC Northern Railway Co. (das bin ich) beschlossen einige Lokomotiven testweise für den Dualbetrieb mit LNG (Flüssigem Erdgas) umzurüsten. Es handelt sich dabei um Dual Fuel Lokomotiven, die paarweise einen LNG-Fuel Tender nach dem Vorbild der Canadian National in ihre Mitte nehmen

Diese sind unter anderem für den Einsatz ab Stewart über die Northern Division vorgesehen. Stewart ermöglicht durch seinen eisfreien Tiefwasserhafen eine von der Jahreszeit unabhängige Einfuhr des Treibstoffs per Schiff.

Die für den mehrjährigen Test umgerüsteten SD40-3ACe* Lokomotiven werden ein neues Farbschema erhalten, welches durch einen breiten Silberstreifen eine optische Anpassung an die Aluminiumverkleidung des Tenders erhält. Graphische Darstellungen, Renderings und Photos folgen in Kürze.

*) Die BCN hat zwei SD40-2T mit modernen Bauteilen aus dem EMD Baukasten ausgerüstet. Hier zwei gerenderte Ansichten der Lokomotiven.

Workshop – DIY DCC++ Wireless Throttle

Das BC Northern Railway Projekt strebt einen Least Cost Ansatz für die Digitalisierung an. Mit der DCC++ Zentrale auf Arduino-Basis ist der wohl kostenintensivste Aspekt bereits gelöst. JMRI, C/MRI und CATS erlauben eine sehr komplexe Steuerung der Anlage mit Gleisschaubildern, Blockerkennung und Signalisierung, vorbildgerechten Betriebsabläufen und Automatisierung.

Mit JMRI ist auch die Dekoderprogrammierung mit Parameterauslesung realisiert. Das alles bietet bereits ein RaspberryPi als Hauptrechner und ein Arduino als Interface. Darüber hinaus ist bereits die Steuerung aller Digitalkomponenten mittels App auf dem Smartphone realisiert. Damit ist bereits eine (theoretisch) ziemlich große Anlage fertig digitalisiert, sofern der Strombedarf 2-3 A nicht übersteigt.

Was braucht es noch, um aus diesen Komponenten auch eine größere Anlage oder gar ein Club-Layout zu betreiben?

Diee kurze antwort ist: Nicht viel. Ein Booster der den Strombedarf abdeckt. Das DCC++ Projekt bietet dafür eine DIY Komponente, die regelbar ist und Spitzenleistungen von 20 A und mehr bereitstellen kann. Für meine Anlage benötige ich diesen aktuell nicht.

Aber ich bin kein Freund davon, mein Smartphone als Handregler zu verwenden. Ich möchte einen drahlosen DCC++ Handregler als Ersatz bzw. Ergänzung für meine LocoNet und Kabel gebundene Uhlenbrock DAISY&FRED Kombination.

Drahtloser DCC++Handregler (Wireless DCC++Throttle)

Gestern entdeckte ich auf Thingiverse das Gehäuse für einen drahtlosen Handregler mit Touchscreen für DCC++.

Vergiss den Rangierhelfer nicht

Auf meiner geplanten Anlage sollen die Zugführer (das sind die Leute an den Handreglern, die Anderen im Massstab 1:87 nenne ich Mal Zugbesatzung) das Vorbild getreu nachbilden. Bei der British Columbia Northern Railway haben die Zugbesatzungen unterwegs, sowie die Rangierlokbesatzungen einen Rangierhelfer, der den Zug begleitet, Fahrzeuge abkuppelt, Bremsen setzt und löst, Schläuche anbringt und Weichen entriegelt und umlegt.

Der Zugführer verwendet eine Markierung, mit dem Zweck sich die ungefähre Position des Rangierhelfers zu merken, um diesen nach getaner Arbeit wieder aufzunehmen. Dazu wird der gesamte Zug zurücksetzt, bis die Lok in der Nähe des Rangierhelfers ist. Somit kann der an Bord klettern, ohne erst hunderte von Metern weit über das Schotterbett zu laufen.

Nachdem der Rangierhelfer (in Gedanken) wieder in der Lokomotive ist, entfernt der Zugführer die Markierung von der Anlage und setzt die Fahrt zur nächsten Industrie entlang der Strecke fort, wo sich der Vorgang wiederholt.

Auf meiner Anlage ist diese Markierung eine bemalte Bahnarbeiterfigur, welche auf einem Kupferplättchen (1 Eurocent) befestigt ist. Das Plättchen sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt und einen einigermaßen sicheren Stand der Figur.

Eine zukünftige alternative könnte eine Kombination aus zwei winzigen 3mm Neodym Magneten an den Trittstufen der jeweils gegenüber liegenden Ecken von Güterwagen und (Strecken-) Rangierloks sein und einem Metallplätchen am entsprechenden Fuß des Rangierhelfers. Aber bevor ich soweit gehe, installiere ich lieber magnetische Bremsschläuche an allen Güterwagen (10 Paar kosten etwa 40,-€) und MU-Kabel an allen Loks (5 Stück kosten etwa 25€). Hier ein Video-Review dazu. Da ich dann allerdings auf die lieb gewonnenen passiven Magnematicentkuppler von Kadee oder meinen magnetischen Taschenentkuppler verzichten müsste und statt dessen entweder decoderbasierte Entkuppler (teuer) oder einen Entkupplungpickel (fitzelig) verwenden müsste, belasse ich es vorerst bei meinem Konzept.