Workshop – BC Northern Rail Woodchip Cars

Dieses Projekt wartet schon sehr lange auf seine Fertigstellung. Es war eines der ersten N-Scale Wagonprojekte, das ich versucht habe mit einem 3D Drucker zu realisieren. Es ist also nicht verwunderlich, dass ich den Plan erneut aufgreife.

Zunächst wurde ein neues Grundmodell erstellt, welche ich dann in fünf Bauteile zerlegte. Auf der folgenden Rendergrafik sind noch anmodellierte Trittbretter zu sehen, auf die ich im finalen Modell jedoch zugunsten von selbst montierten Messingdrahtbügeln verzichtet habe. Das Modell entspricht zum größten Teil einem 63 Fuß langen Hackschnitzel Wagon der Firma Gunderson aus den Jahren ab 1968.

Der Prototyp ist bereits gedruckt und zusammengebaut. Als Grundfarbe habe ich mich für ein helles Pastellblau entschieden welche ich als “Bright Sky Blue” (RGB: 80D7EC) bezeichne. Es wird zu gleichen Teilen aus Tamiya Sky Blue (X-14; RGB: 00ADD8) und Flat White (XF-2; RGB: FFFFFF) gemischt. Die Wagons erhalten bei mir die Reporting Marks BCN 53000 bis BCN 53999 und sind entweder gänzlich einfarbig lackiert oder haben einen Unterbau in BCN-Blau (RGB: 003A6B) oder Medium Blue (Tamiya XF-18; RGB: 2D839F).

Der Vorteil am “Bright Sky Blue” ist, dass darauf schwarze Decals gut aussehen dürften. Etwa so:

Übrigens habe ich die RGB-Werte der Tamiya-Farben aus den Farbkarten (Abbildungen im Web) mittels Farbpipette im Grafikprogram entnommen und dann mittels HTML Color Mixer ermittelt. Diese Farben werden nicht 100%ig stimmen, aber sie geben zumindest optisch einen einigermaßen brauchbaren Anhaltspunkt. Um die tatsächlichen Farben zu erhalten, muß man schon die genannten Farben haben und im beschriebenen Verhältnis miteinander vermischen.

Weitere Fotos folgen.

Das Bild oben zeigt den gestern gebauten Prototypen. Er wurde mit einer 0.3mm Nozzle auf dem Tevo Tornado gedruckt. Das Modell habe ich zuvor in Blender konstruiert. Die Tür am A-Ende des Wagons (derzeit ohne Kupplung) ist für den beweglichen Einbau vorgesehen, hier beim Prototyp habe ich sie jedoch nachträglich noch verklebt.

Das zweite Foto zeigt auch die Microtrainskupplung. Der Kupplungsschacht (Draft Gear) ist Bestandteil.des Chassis. Seine Abdeckkappe hat einen funktionierenden Klickverschluss. Der Schacht könnte ein wenig mehr Spiel vertragen (schätzungsweise 0,1-0,2mm), damit die Kupplung frei schwingen kann).

Die Stabilisierungsstreben waren erst ebenfalls für den Druck vorgesehen. Der Prototyp hat hier jedoch einfache 0.6mm Messingdrähte verbaut. Vorne links im Bild das A-Ende mit der (Ent-) Ladetür.

Mein Modell ist keine exakte (Nietenzähler-) Nachbildung eines Gunderson Woodchip Cars, aber es ist ein typisches Modell. Auf Shapeways werden einzelne Wagons zu Preisen zwischen 50-200 Euro pro Wagon angeboten (HO-Maßstab, dort wird dieser Typ nicht in N-Scale angeboten, ein anderer jedoch ab 43 Euro), was mir exorbitant erscheint. Ich habe fünf Modelle gedruckt, deren Materialpreis bei unter 5 Euro (zusammen) liegen dürfte. In das Modell sind etliche Hobbyabende investiert worden, also Arbeitszeit, die ich zusammen auf etwa 25 Std. schätze. Der geneigte Leser kann somit abschätzen welcher Weg für ihn der bessere ist: Eigenproduktion oder Modellkauf.

Decals

Die Decals werden in Inkscape erstellt und mit einem Farb-Laserdrucker auf transparente Decal-Folie (Wasserschiebefolie) gedruckt. Die Bögen kommen im amerikanischen Letter-Format (8,5 x 11,0 Zoll; in etwa 21,6 x 27,9 cm) und erfordern daher eine entsprechende Anpassung im Drucker. Außerdem mußte ich die Papiertyp-Auswahl des Druckers von “automatisch” auf “transparent” ändern, da er sonst die Folie während des Druckes anschmilzt (ein Bogen ist dabei draufgegangen). Der TOner ist mit 600 dpi sehr fein aufgebracht und kann leider bei der Verarbeitung beschädigt werden. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich den ausgedruckten Decal-Bogen vor der Verarbeitung noch mit Klarlack versiegle.

Hier ein Foto des Decal Bogens:

Dieser hat folgende Elemente (von Links oben nach Rechst unten in Gruppen):

  1. “Plate B” und “Plate C” Lichtraummaß-Plaketten.
  2. Ladetafeln, paarweise.
  3. Darunter einen Satz Reportingmarks für die Stirnseiten von Wagons 52/53er, 71er und 74er Seriennummern.
  4. Zwei große Blaue Logos.
  5. 3 Sätze BCN-Bulletins “BC Northern”, “BC Northern Rail” und “BCNorthernRail.net” jeweils mit Slogan “Your Link to Northern BC”.
  6. Kombi-Decal Woodchip Cars, rechte Hälfte um 90 Grad gedreht, darunter das blaue Bulletin
  7. 3 Sätze BCN-Bulletinis mit Slogan jeweils wie oben, jedoch mit Logo.
  8. Ein Satz Reportingmarks passend zu (3.), ebenfalls 52/53er, 71er und 74er Seriennummern.
  9. Acht Sätze Warnhinweise und Info-Hinweise auch mit Lupe nur mit etwas Phantasie zu entziffern (z.B. “Secure Both Doors Before Moving Car”)
  10. Verschiedene Logo-Sätze mit und ohne Schild und Name der Gesellschaft.
  11. Zehn Sätze Reporting Marks für USRA Hoppers nebst Wageninfos.
  12. Kombi-Decal Woodchip Cars, linke Hälfte (zu 6.) um 90 Grad gedreht.
  13. Darunter (sowie als Lückenfüller) 12 Kombidecals mit Ladetafeln und Warnhinweisen.
  14. Davor sechs Sätze Wageninfos (Masse, Kapazität, etc.)
  15. Drum herum acht Sätze Reporting Marks für 4427cf High Side PS-2 Covered Hoppers (16er Seriennummern)
  16. Einige große Logosätze in Blau und Schwarz, darunter einige Bulletin-Sätze mit Slogan in Blau und Schwarz, diese bilden zwei Paar Decals für Woodchip Cars (rechte Hälfte, im Zusammenspiel mit 13.)
  17. Unten Zwei Paar linke Hälften besagte Woodchip Car Decals

Der Bogen ist dafür vorgesehen vier Woodchip Cars, sechs USRA-Hopper, acht PS-2 Covered Hoppers und einige generische Wagons oder Loks mit Decals zu versorgen. Für die Loks ist allerdings später noch ein eigener Decalbogen vorgesehen. Weitere Infos werden folgen.

Hinweis: Alle Prototypen (also die jeweils ersten gedruckten Wagons) können abweichende Seriennummern zeigen. Zudem dienen sie unter anderem Dazu die Decals zu entwickeln, so dass sich deren optisches Erscheinungsbild ändern kann.