Workshop – 50ft Bulkhead Flatcar

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Bei diesem Modell habe ich virtuelles Kitbashing betrieben. Das Modell basiert auf dem Centerbeam Flat Car unten und wurde entsprechend gekürzt. Die Bulkheads wurden so skaliert, das sie dem Vorbild ähnlich sehen. Mittlerweile habe ich neue Bulkheads erstellt und auch schon ausgedruckt. Diese sind für den Umbau von bereits vorhandenen MicroTrains Wagons vorgesehen.

Zwei Bulkheads für ein MicroTrains FlatCar

Für diesen Wagon war “mehr” geplant. Daher habe ich Vorgestern das komplette 3D Modell ausgedruckt und folges ergebnis erzoelt.

Teile des Drucks haften zu gut…

Ach etwas säubern, feilen und mit etwas Schmirgelpapier kam dabei ein Güterwagen heraus, der dem geplanten 3D-Modell schon recht nahe kommt.

Fortsetzung folgt…

Workshop – 61ft Woodchip Gondola

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Hier stelle ich einen Wagon für den Transport von Holzschnitzeln nach CN-Vorbild vor. In noramerika wird der Offene Hochbordwagen als Gondola bezeichnet.

Wie man unschwer erkennen kann, wurde die Textur nur auf den Seitenflächen aufgebracht. Da hier ein 3D-Druck im Maßstab 1:160 geplant ist, habe ich auf die meisten Details verzichtet. Leitungen und Handläufe werden später mit Messingdraht ergänzt.

Der Wagenaufbau wurde in einem Stück gedruckt, was leider schief ging. Der Druck löste sich vom Bett.

Da heißt es wohl “Hausaufgaben machen”. Matterhackers haben einen ordentlichen Artikel zum ABS-Druck verfasst: How to succeed when printing with ABS. Und wenn man den ließt dann stößt man immer wieder auf die Dreifaltigkeit des 3D-Drucks:

  1. Sauber ausgerichtetes (ebenes) Druckbett.
  2. Korrekter Abstand der Extruder-Düse (Nozzle) zum Druckbett.
  3. Die Güte der ersten Schicht bestimmt die Güte des Drucks.

Daneben kommen natürlich noch die Materialeigensschaften zum tragen. Und eine vernünftige Temperaturkontrolle. Aber wenn einer der drei Punkte oben nicht stimmt, braucht man sich um den Rest gar nicht erst zu kümmern.

Workshop – Tornado Taming (oder Der Tornadobändiger)

Mein Tevo Tornado hat einen eigenen Kopf. Naja. Mir war bewusst, das ich bei einem LowCost 3D Drucker mit ein paar Wochen Optimierung zu rechnen habe. Mein selbst auferlegtes Ziel: 4 Wochen. Also grob einen Monat. Heute ist Tag 17. Wobei der Drucker vielleicht 10 Tage verwendet wurde.

Was war richtig gut?

  • Zusammenbau. 45min inkl. Lesen der Anleitung.
  • Bed-Leveling.
  • Tempo bis Druckbeginn.
  • Bedienung.
  • Druckhaftung auf dem Bett

Was müsste verbessert werden?

  • Y-Layer Versatz. Der 20mm Kallibrierungswürfel hatte 2 Versätze von etwa 1,5mm bei jedem Wechsel zwischen massiver Wandung und Infill.
  • Lautstärke (sobald die Nozzle 50°C erreicht pusten und saugen zwei winzige 50mm Lüfter Frischluft durch das Gehäuse. Ein größerer Lüfter durchmesser könnte das beheben. Evtl langsamer drehende Lüfter mit größerer Luftfördermenge.
  • Druckbettunebenheiten (die Mitte ist zwischen 0,1 und 0,2 mm höher als die Bereiche über den Nivellierschrauben. Drucke waren Folglich gequetscht. Langfrist steige ich evtl auf Glas um, aber für den Moment versuche ich ein Custom Raft zu entwickeln, das die Bettform abbildet und auf dem der Druck haftet. Außerdem wirft das BuildTack, das ab Werk verbaut ist Blasen. Diese scheinen Temperaturabhängig zu sein. Mal sehe ob ich das austausche.
  • Betriebsgeräusche. Sirren, Brummen, Dröhnen (vermutlich ein akustischer Effekt aufgrund des Schreibtischunterschranks und der Hokzbalkendecke).
  • Warping/Curling (nur ABS). Drei mögliche Ursachen. Erstens: Druckbettunebenheit (s.o.). Zweitens: Druckbetthaftung (Lösung evtl. ABS-Acetone-Slurry). Drittens: Temperaturgefälle oberhalb des Druckbetts (Lösung: Enclosure, Nozzle-Lüfter Einstellung, Bett-Temperatur Einstellung, Drucktemperatur Einstellung).

Lösungsansätze und Lösungen

Hier kommt das Internet zum Einsatz. Einschlägige YouTube-Kanäle. Foren. Benutzergruppen. Ich versuche alle Ressourcen für jede erfolgreiche Lösung zu dokumentieren um es anderen Besitzern dieses Druckers so leicht wie möglich zu machen.

Lösung: Y-Layer Versatz

Die Ursache für den Versatz der Drucklage um bis zu 2mm (in meinem Fall) ist laut ruiraptor’s hervorragender TEVO TORNADO – Y axis layer shift analysis (YouTube – Video) eine Spannungs-Unterversorgung des Y-Stepper-Motors, die dank der entsprechenden Potentiometer auf dem Mainboard des Druckers verhältnismäßig einfach korrigiert werden können. Die Folgende Tabelle zeigt die Werte meines Druckers vor der Korrektur, die spezifizierten Vref soweit bekannt, meine Wunschwerte und die tatsächlich erzielten Referenzspannungen (Vref):

  Vref (ab Werk) Vref (Spezifikation) Vref (Wunsch) Vref (korrigiert)
X-Achse Schrittmotor 0,866 0,950 0,850 0,853
Y-Achse Schrittmotor 0,815 ? 1,000 1,011
Z-Achse Schrittmotor 0,825 0,950 0,850 0,855
E0 Schrittmotor 0,781 0,950 0,850 0,856
E1 Schrittmotor 0,806 (unbenutzt) 0,850 0,806

Nach der Korrektur konnte ich den Drucker mit einer Druckgeschwindigkeit von 125mm/s betreiben, ohne das ein Laerversatz aufgetreten ist. Zuvor habe ich diese auf knapp 60mm/s reduziert um den Effekt so weit wie möglich auszuschließen. Die Maximal mögliche Druckgeschwindigkeit des Tevo Tornado liegt bei 150mm/s, was demnächst ausgetestet wird.

Weitere Infos und Lösungen folgen, soweit verfügbar…

ABS – Juice, Glue & Slurry

  • ABS – Flüssigkeit (oder Saft = Juice) wird verwendet, um eine bessere Druckbetthaftung zu erzielen. Man soll es nicht aufs BuildTak schmieren, was ich selbst erst gelesen habe, nachdem ich es probiert habe. In Retrospektive würde ich sagen, dass die Blasenbildung meines werksverbauten BuildTaks vermutlich auf diesen Anfängerfehler zurückzuführen sind. Lesson learned.
  • ABS – Kleber (Glue) wird verwendet um ABS-Teile zu verkleben (wer hätte das gedacht).
  • ABS – Paste (Slurry) wird verwendet um Lücken oder riefen zu füllen, quasi als Spachtelmasse.

Die Herstellung gelingt mittels ABS-Resten und Aceton in bestimmten Mischungsverhältnisen, die sich mit einer genauen Küchenwaage (Digitalwaage) und einem Messbehälter (ich verwende Einwegspritzen) gut abmessen lassen. Das Rezept und genauere Erklärungen über das wie und warum findet Ihr in diesem MatterHackers-Artikel: How to make ABS Juice, Glue and Slurry.

Workshop: Weitere Wagon-Modelle

In den vergangenen Tagen habe ich versucht geeignete 3D-Modelle für meine Modellbahn zu finden. Doch da das was ich mir vorgestellt habe nicht verfügbar war, habe ich mir eigene Modelle in Blender erstellt.

62ft Woodchip Gondola

Dieser Wagon hat seinen eigenen Baubericht erhalten

50ft Bulkhead Flatcar

Auch dieser Wagon hat seinen eigenen Baubericht

61ft Bulkhead Flat Car

Das nächste Projekt basiert auf Michael Ebys exzellenten Eisenbahnwagon-Zeichnungen. Die Verwendung der folgenden Abbildung erfolft mit freundlicher Genehmigung des Urhebers Michael Eby (http://trainiax.net).

 

61ft GSC Bulkhead Flatcar, Copyright 2001: Michael Eby

73ft Centerbeam Flat Car

(BCOL-Vorbild)

Centerbeam Flat Cars dieser Länge waren zu der Zeit/Epoche in der meine Spur-N Anlage angesiedelt sein soll noch nicht verfügbar. So handelt es sich bei diesem Modell mehr oder weniger um Beiwerk, das nebenbei abgefallen ist. In der Abbildung sind noch die falschen Handgriffe zu sehen.

Neue Rendergrafiken folgen in Kürze.

Workshop: Kato 11-105 Abmessungen & Technische Daten

Modelldaten

GE 44 Ton Switcher – Kato 11-105 Chassis

Hersteller Kato Japan-Import
Modell 11-105 N Gauge Chassis
Ladenpreis 20-30 Euro (z.B. Conrad, etc.
Onlinepreis 12-18 Euro (z.B. Amazon, etc.)
Länge 58,0 mm
Abstand Drehzapfen 32,0 mm
Breite 15,3 mm
Rahmenhöhe 6,0 mm, circa
Höhe 15,9 mm
Motorlänge 15,0 mm, circa, ohne Welle
Motorbreite 10,0 mm
Motorhöhe 7,0 mm, circa

Bemerkungen

Kato 11-105 Chassis

Das Chassis ist vormontiert und kommt ohne Kabel aus. Beide Drehgestelle sind stromführend und übertragen die Fahrspannung über zwei gefederte Leiterbahnen auf eine kleine PCB-Platine und zwei weitere gefederte Leiterbahnen auf die Motorkontakte.

Kato 11-105 Chassis – Leiterbahnen

Entfernt man die seitlichen Stabilisierungskanten auf der Oberseite des Rahmens, gehen auch die Retentionen die das PCB festklammern verloren und der gesamte elektrische Leitungsapparat fällt auseinander. In diesem Fall ist es evtl. nötig Kabel an die winzigen Kontakte der Drehgestelle und des Motors zu löten. Alternativ könnte man einen veränderten Rahmen nutzen, der diese Limitationen berücksichtigt.

Kato 11-105 Chassis – Teile des Seitenrandes entfernt

Out of the Box eignet sich das Chassis für Modelle, deren Wagenkasten über die gasamte Breite der Lok geht (Box Cab).

Katie 11-105 Chassis – Seitenrand herunter getrimmt

Plant man hingegen – wie ich – ein Modell mit schmaleren Motorhauben muss man entweder nicht vorbildgetreu verbreiterten Hauben (wie in diesem Modell) verwenden, oder den Rahmen so umbauen, das z.B. der Motor hochkant eingebaut werden kann.

 

Workshop: GE 44 Ton Switcher – Erster 3D-Druck

Zum Einstiegsartikel Workshop: GE 44 Ton Switcher – Planung

Mein zweiter erfolgreicher 3D-Druck ist gestern Abend durch gelaufen. Es ist erst der fünfte gestartete Druckauftrag auf meinem neuen Tevo Tornado 3D-Drucker (Gearbest.com-Link). Zudem habe ich mich bewust für die Nutzung von ABS als Filament entschieden. Die Gründe erörtere ich später noch.

Dieser Post soll der weiteren Dokumentation dieses Bauprojektes dienen und die einzelnen Arbeitsschritte werden in eigenen Beitragen berücksichtigt. Hier nun einige Fotos des Drucks, so wie ich ihn von der Bauplatform gekratzt habe.

GE 44 Ton Switcher – right off the printbed

Es wurden keine Nachbearbeitungen vorgenommen. Der Druck dient vornehmlich dazu die Grenzen des machbaren zu erkennen und die Lösungsansätze zu dokumentieren.

GE 44 Ton Switcher – detaIl view 01

Und hier noch ein Foto, das den Ausdruck im Vergleich zu dem motorisierten Chassis Typ 11-105 von Kato zeigt. Dieses muss für die Nutzung jedoch modifiziert werden.

GE 44 Ton Switcher – Kato 11-105 Chassis

Bisher wird der Drucker “out of the box” betrieben. Es wurden weder Anpassungenen an der Platine (Anpassung der Stromversorgung für den Steppermotor der Y-Achse) oder am Aufbau vorgenommen.

GE 44 Tonner Rahmen auf getrimmten Kato 11-105 Chassis

Beim obigen Foto wurde lediglich die Stützstruktur entfernt, jedoch keine Nacharbeit am ABS-Kunststoff durchgeführt. Chassis und Rahmen passen gut zueinander. Bei dem abgebildeten Rahmen wurden keine Aufnahmeschächte für die Micro Trains Magnematic Kupplungen vorgesehen.

Einige Änderungen am Chassis waren nötig, um die Nutzung dernMicro Trains MagneMatic Kupplungen zu ermöglichen.

Kato Chassis, ABS-Rahmen und MT-Kupplungen

Weitere Fotos folgen in Kürze.

 

BC Northern Marine Modelle

Wie bereits an anderer Stelle beschrieben unterhält die BC Northern nicht nur eine Eisenbahnlinie, sondern auch als Reederei BC Northern Marine eine Flotte unterschiedlicher Schiffe.

Ursprünglich benötigte die BCN Kapazitäten um Eisenbahnwagons von Stewart nach Prince Rupert zu schaffen, ohne diese über Kitimat leiten zu müssen. Dafür wurden zunächst Eisenbahnleichter angeschafft und die passenden Schlepper besorgt. Durch den Bedarf auch Trucks, Container und PKWs zu Transportieren kam kurze Zeit später eine Eisenbahnfähre dazu.

Mittlerweile ist BCNM im Offshoregeschäft etabliert und erwirtschaftet dort Finanzielle Ressourcen für die Flottenmodernisierung in form einer neuen ROPAX Fähre und mehreren Offshore Spezialschiffen. Hier folgt eine Liste mit geplanten Wasserlinien Modellen für die BC Northern. Als Werft hat man sich für die niederländische DAMEN-Werft sowie die Flensburger Schiffbau Gesellschaft entschieden.

Zumindest bei Damen gibt es sehr schöne Broschüren zu den geplanten Schiffstypen. Auf jeder der verlinkten Seiten ist ein PDF-Dokument hinterlegt, welches interessante Zeichnungen für den Modelbauer enthält.

Weitere interessante Modelle

  • SRV-80 Multipurpose Vessel
  • Ulstein
  • Vard OSCV Offshore Subsea Construction Vessel

Für die BC Northern Rail (Modellbahn) werden nicht alle Schiffe gebaut. Hauptsächlich jene die auf der Anlage eine Funktion haben. Dennoch gehört es zum Konzept der Hintergundgeschichte schlüssige Informationen zu erarbeiten, damit die einzelnen Aspekte sauber ineinandergreifen. Der Transport von Ausrüstung zu dieser Flotte erzeugt Wagenladungen für die Modellbahn. Das ist die Crux.

Die 3D-Drucker Wahl… (letztes Update vom 13.12.2017)

Welcher 3D Drucker soll es den nun sein?

Anet A6 oder A8?

Anet E10, E12, Creality CR-10, CR-10S, Tevo Tornado?

Pros & Cons

Die Anet A8 UND A6 Drucker sind günstige Prusa Klone. Mit etwas Aufmerksamkeit beim Zusammenbau und Aufgeschlossenheit dafür, den jeweiligen Drucker durch Mods zu verbessern jedoch liefern sie gute Ergebnisse.

Der A6 scheint die bessere Wahl zu sein, da man ihm nachsagt ein besseres Druckbild mit weniger Mods zu erreichen, als der A8. Ergebnisse von uns bekannten Besitzern dieser Geräte scheinen dies zu bestätigen.

Beide Drucker führen Direct Extruder über die Heizplatte und können daher auch weichere flexible Materialien drucken.

Der Anet E10 greift das Design des Creality auf und bietet einen etwas kleineren Bauraum als dieser, ist aber vom Aufbau her ein vergleichbarer Drucker. Der Bauraum verfehlt nur knapp die für die meisten unserer Projekte erforderliche mindest Bauraumlänge von ca. 30cm. Sein Bauraum beträgt B22 x T27 x H30 cm.

Der Anet E12 ist ein Creality CR10 Clone mit ebensogroßem Bauraum. Mit 30x30x40 cm sind dieser und die folgenden 3D-Drucker schon ziemlich gut ausgestattet.

Der Creality hingegen bietet zu einem höheren Preis eine gute Produktqualität, so das bereits Out-of-the-Box gute Drucke möglich sind. Der Druckraum ist vergleichsweise riesig. Mit B30 x T30 x H40 cm erfüllt er alle unserer Anforderungen ohne auf Tricks zurück zu greifen (wie z.B. hochkant zu drucken).

Der CR-10S greift das Community Feedback auf und verbssert den CR-10. Er ist z.B. für DualExtruder vorbereitet, aber auch etwa 20% teurer als der CR10 ohne S.

Der Tevo Tornado klont den Creality und packt noch ein paar Ideen obenauf. Das via Solid State Relais angesprochene Heizbett wird hier mit 220V betrieben, was in der community nicht unumstritten ist. Allerdings sorgt es für minutenschnelles aufheizen der Heizplatte. Der Creality bemötigt hier gerne Mal eine halbe Stunde. Das gefällt.

Sowohl der E10/E12, als auch der CR10(S) und der Tevo Tornado besitzen einen Bowdenextruder, der durch seine geringere Masse prinzipiell die Voraussetzung für höhere Druckgeschwindigkeiten erfüllt. Beim Bowdenextruder sind Hotend (der eigentliche Druckkopf) vom Extruder (der das Druckmaterial durch das Hotend presst) getrennt. Der Druckkopf ist dadurch leichter. Allerdings ermöglichen diese Drucker nur das Drucken von Materialien, die sich nicht stauchen, wenn sie durch den Bowdenzug gedrückt werden. Weich-flexible Materialien fallem daher meist weg. Einige Elastische Filamente lassen sich allerdings mit einem Low Friction Tube zwischen Extruder und Hot End drucken. Dies könnte ein sinnvolles Update darstellen.

Ebenfalls gemein ist bei den Fünfen, dass aus Aluschienen gefertigte Gestell, welches weitaus steifer ist als die Acrylplattenkonstruktion des A8 oder A6.

Und letztlich gibt es noch zu bedenken, dass Bertriebsgeräusche, Aufstellfläche bzw. -volumen, Belüftung, Geruchsbelästigung (beim Drucken von ABS), sowie die elektrische Versorgung und der Brandschutz eine Rolle bei der Wahl spielen. Wir planen daher für unseren Drucker ein Gehäuse zu beschaffen oder anzufertigen. Hierfür kommen z.B. reguläre Serverschränke (19” Rackserver) in Frage. Bei DIY Gehäuse wird es auf Material hinauslaufen, das unter Umständen brennbar ist oder normalerweise für Dämmung (Styrodurplatten) oder Trockenbauwände zur Anwendung kommt’ (Gipskartonplatten und Metallprofile). Ein Feuerlöscher in der unmittelbaren Arbeitsumgebung des Druckers gehört für uns daher zum Pflichtprogramm.

Unsere finale Entscheidung fällt wohl letztlich zugunsten des großen Druckraums aus. Creality CR10 oder Tevo Tornado. Aktuell letzterer.

Kosten

Üblicherweise wartet man auf entsprechende Promotion Codes und bestellt via Gearsbest mit Germany/ EU Priority Shipping. Die Preise unten reflektieren diese Möglichkeit:

Anet A8: ca. 150 €
Anet A6: ca. 170 €
Anet E10: ca. 280 €
Anet E12: ca. 300 €
Creality CR-10: ca. 330 €
Creality CR-10S: ca. 400 €
Tevo Tornado: ca. 290 €

Die Anschaffung ist zu Ende November oder Anfang Januar geplant. Bis dahin beobachten wir den Markt weiter.

Bestellung (17.11.2017)

Am 17. Nov. haben wir – die BC Northern Rail – bzw. ich (deren Eigentümer) einen Tevo Tornado für gut 280€ bestellt. Das Gerät ist noch unterwegs. Nach der Ankunft werde ich das Thema vertiefen.

Lieferfortschritt (13.12.2017)

Stand Heute ist das Paket noch unterwegs. Ich vermute irgentwo im Containergewusel eines 8000 TEU Containerschiffes auf dem Weg nach Rotterdam. Es gibt bereits eine Hermes Trackingnummer aber seit dem 25.11. keine Updates. Damit wird der Review des Gerätes mindestens bis Anfang Januar dauern, denn “zwischen den Jahren” besteht erfahrungsgemäß für Hobbies kaum Zeit.

Lieferung am 22.12.2017

Am 22. Dezember war er da. Ein Tevo Tornado. Ich hatte nur Minuten bis zur Abreise in den Weihnachtsurlaub. Daher gibt es nich viel zu berichten. Ein Unboxing Video war gerade noch drin:

[Video wird editiert]

Und jetzt auch noch ein Tevo Tornado

Wir waren soweit einen Creality CR-10 anzuschaffen da tritt dieser 3D Drucker ins Tageslicht: Tevo Tornado.

Es handelt sich um einen nahezu baugleichen, jedoch in Teilen verbesserten Creality CR-10 Klon, der zudem noch zu einem etwas günstigeren Preis erhältlich ist.

Einen ersten Eindruck von diesem interessanten Gerät fanden wir hier. Weitere Infos in Englisch sind hier zu finden.

Das Heizbett wird bei diesem Drucker offenbar mit Netzspannung versorgt, was zumindest Fragen bzgl. der Brandsicherheit und Stromschlagsicherheit aufwirft, die die bisherigen Tests im Netz noch nicht zweifelsfrei ausgeräumt haben. Gegebenenfalls sollte dieses etwas Aufmerksamkeit bzgl. Verkabelung, Absicherung und Isolation erhalten.

Links:

plastikjunkies.de/tevo-tornado-das-echte-cr-10-upgrade/

http://makerfun3d.com/tevo-tornado-now

Update: Wir haben heute einen Tevo Tornado für gut 290,- Euro geordert. Die Lieferung wird im Mittel zwei Wochen dauern, unter Umständen jefoch auch deutlich länger. Wir werden berichten.

Verjüngungskur für betagte Dieselloks

Der Vorstand der British Columbia Northern Railway (BC Northern, BCN, der Vorstand, das bin ich) hat beschlossen, die betagte Flotte von SD40-2 Diesellokomotiven zu modernisieren. Zunächst stehen dabei zwei SD40-2T im Fokus die mit neuer AC-Technik ausgestattet werden sollen. Dabei handelt es sich nicht um vorbildgetreue bzw. real existierende Maschinen, sondern um vorbildähnliche Loks, die so theoretisch denkbar sind aber ausschließlich bei der BC Northern existieren.

Der Umbau wird in den  Port Adams Shops der BCN Northern durchgeführt (mein Schreibtisch) und umfasst die Umrüstung auf EMD V12 Dieselmotoren der Baureihe 12-710G3B-T2 mit 3150 HP (2,3 MW) Leistung, sowie auf den aktuellen Fahrstand und Lüftergehäuse. Die Maschinen behalten den SD40-2 Rahmen, Tank und andere Elemente.

Hier eine Konzeptdarstellung der vorgeschlagenen Maschinen.

Das Chassis in den Renderings ist nicht korrekt modelliert. Hier kommt ein Standard SD40-2 Chassis von Athearn zum Einsatz. Das 3D-Modell des Athearn Chassis ist jedoch noch nicht fertiggestellt.

Es jedoch bereits sicher, dass das neue Gehäuse passende Aussparungen und Auflagen für das alte Athearn SD40-2 Chassis besitzt. Es nutzt dabei die vorhandene Snap-In Montage.

Das zweite Rendering zeigt die Maschine von der rechten Seite.

Ein Modell bereits in der Produktionsplanung…

 

Tatsächlich bekommen die genannten Modell-Lokomotiven ein neu gestaltetes Gehäuse. Das Basisgehäuse entsteht auf einem modifizierten Anet A8 FDM-Drucker.

Bisher verwenden wir einige Aufmerksamkeit darauf die STL-Modelle auf das Druckverfahren anzupassen. Als Material wird hier vermutlich PLA zum Einsatz kommen, auch wenn die Tests derzeit mit einem PET Material erfolgen.

Die ersten 3D-Drucke wurden mit 0,4mm Extruder-Düse, 0,2mm Schichtstärke bei 60mm/s Druckkopfgeschwindigkeit durchgeführt. Die Oberflächen und Maßtolleranzen sind dabei allerdings noch recht hoch.

Auf unserem noch nicht fertiggestellten Hausdrucker werden wir später mit kleinerer Düse (0,2mm oder 0,3mm) und proportional angepassten Schichtstärken gedruckt, womit sich jedoch auch die Druckzeiten verlängern. Auch die Druckgeschwindigkeit wird ggf. auf bis zu 20mm/s verringert, was diesen Effekt deutlich verstärken dürfte.

Die Details wie Ventilatoren, Glocke, Horn, Lüftungsgitter oder Seitentüren werden ggf. weiterhin via Shapeways.com kommerziell gefertigt.